Das Wichtigste in 60 Sekunden

  • Die ausgewiesenen Bruttomietrenditen unterscheiden sich deutlich je Markt: deutsche Großstädte typischerweise 2,5 bis 4 Prozent, Dubai typischerweise 6 bis 8 Prozent brutto, griechische Touristenregionen 5 bis 7 Prozent, Limassol 3,5 bis 5,5 Prozent (PwC Cyprus Market Report 2025). Alle Werte sind brutto, vor Kosten und Steuern.
  • Die lokale Steuerfreiheit beantwortet die Steuerfrage nicht. Deutschland besteuert das Welteinkommen, und seit dem Auslaufen des Doppelbesteuerungsabkommens mit den VAE Ende 2021 sind VAE-Einkünfte in Deutschland regulär zu versteuern.
  • Griechenland und Zypern knüpfen Aufenthaltswege an eine qualifizierende Investition: Griechenland bei 800.000, 400.000 oder 250.000 Euro je nach Lage und Kategorie, Zypern ab 300.000 Euro. Das Aufenthaltsrecht vergeben die Behörden nach Programmregeln, nie automatisch mit dem Kauf.
  • Finanzierungen für Nicht-Ansässige sind bei Banken in den VAE typischerweise auf rund 60 Prozent des Kaufpreises begrenzt. Der VAE-Dirham ist an den US-Dollar gekoppelt; bei Euro-Käufen in Griechenland oder Zypern entsteht für Euro-Anleger kein Währungsrisiko.
  • Keine Mietrendite ist in diesen Märkten garantiert. Die Erträge hängen von Lage, Objekttyp und Verwaltung ab; professionelle Verwaltung kostet typischerweise rund 5 bis 8 Prozent der Mieteinnahmen.
  • Transaktionskosten und geringere Liquidität sprechen für eine Haltedauer von etwa 5 bis 10 Jahren, unabhängig vom gewählten Markt.

Der Immobilienkauf außerhalb des Heimatmarkts hat mehr bewegliche Teile als ein Kauf in Deutschland: Rendite, Währung, steuerliche Behandlung und in einigen Märkten ein daran geknüpfter Aufenthaltsweg. Dieser Artikel vergleicht Dubai, Griechenland und Zypern mit dem deutschen Markt entlang dieser vier Achsen und zeigt, wo die Vorteile real sind und wo sie an Bedingungen hängen.

Wie sich internationale Immobilien mit einem reifen Heimatmarkt vergleichen

Höhere ausgewiesene Renditen, mit Bedingungen

Während Immobilien in den Großstädten etablierter Heimatmärkte typischerweise Bruttorenditen von 2,5 bis 4 Prozent abwerfen, weisen mehrere internationale Märkte deutlich höhere Werte aus. In Dubai werden Bruttomietrenditen von typischerweise 6 bis 8 Prozent berichtet, und Off-Plan-Projekte werden mit einem Wertsteigerungspotenzial von 15 bis 25 Prozent während der Bauphase vermarktet. Diese Vermarktungszahlen sind Prognosen, keine Ergebnisse, und alle genannten Werte sind brutto, vor Kosten und Steuern.

Vergleich der ausgewiesenen durchschnittlichen Bruttorenditen (zuletzt veröffentlichte Ganzjahreszahlen, 2024):

  • Deutschland (Großstädte): typischerweise 2,5 bis 4 Prozent
  • Dubai (VAE): typischerweise 6 bis 8 Prozent
  • Griechenland (Touristenregionen): 5 bis 7 Prozent
  • Zypern (Limassol): 3,5 bis 5,5 Prozent (PwC Cyprus Market Report 2025)

Diese Unterschiede beruhen auf unterschiedlichen Marktdynamiken. Deutsche Innenstädte sind weitgehend voll bepreist, während sich Märkte wie Dubai oder die griechischen Tourismusregionen in Wachstumsphasen mit steigender Nachfrage befinden. Wachstumsphasen können auch enden, weshalb der Renditeabstand als Ausgleich für andere Risiken zu lesen ist, nicht als geschenkter Ertrag.

Steuerliche Behandlung: die lokale Befreiung ist nur die halbe Rechnung

In den Vereinigten Arabischen Emiraten fallen derzeit weder Einkommensteuer noch Kapitalertragsteuer auf private Immobiliengewinne an. Vor Ort bleiben Mieteinnahmen und Verkaufserlöse damit steuerfrei. Das ist nicht dasselbe wie steuerfrei insgesamt: Für in Deutschland ansässige Anleger gilt weiterhin die deutsche Steuerpflicht auf das Welteinkommen, und seit dem Auslaufen des Doppelbesteuerungsabkommens mit den VAE Ende 2021 sind solche Einkünfte in Deutschland zu versteuern.

So wird dieselbe Investition lokal behandelt:

  • Deutschland: Steuern auf Mieteinnahmen sowie Besteuerung des Veräußerungsgewinns bei Verkauf vor Ablauf von 10 Jahren
  • Dubai: keine lokale Steuer auf Mieten und Kapitalgewinne; die Besteuerung im Wohnsitzland kann trotzdem greifen
  • Griechenland: Mieteinnahmen werden in Griechenland versteuert; die Behandlung in Deutschland richtet sich nach dem anwendbaren Abkommen

Wie viel von der lokalen Befreiung übrig bleibt, hängt vollständig vom steuerlichen Wohnsitz und der Abkommenslage ab. Es kann viel sein oder fast nichts, und genau deshalb gehört die Steuerfrage an den Anfang der Analyse, nicht an ihr Ende.

Währungsdiversifikation und Inflationsschutz

Internationale Immobilien als Kapitalanlage bieten eine Möglichkeit, Währungsrisiken zu streuen. Während Euro-Investments an die Politik der EZB gekoppelt sind, ermöglichen Immobilien in anderen Währungsräumen eine Risikostreuung.

Zwei Mechanismen sind hier relevant: Manche Märkte sind an andere Währungen gekoppelt, der VAE-Dirham etwa an den US-Dollar, und bei Euro-Käufen in Griechenland oder Zypern entsteht für Euro-Anleger gar kein Währungsrisiko. Immobilienbesitz wirkt zudem tendenziell als Inflationsschutz, da Mieten und Immobilienwerte in der Regel mit der Inflation steigen, wobei das eine Tendenz ist und keine Regel.

Visa und Aufenthaltsrecht: der strategische Unterschied

Golden Visa und Aufenthaltsrechte durch Immobilienerwerb

Programme wie das griechische Golden-Visa-Programm (ab 400.000 Euro für gewöhnliche Immobilien, 800.000 Euro in den nachgefragten Zonen; die Marke von 250.000 Euro gilt nur noch für Umnutzungen und die Restaurierung denkmalgeschützter Gebäude) oder die Aufenthaltsvisa der VAE (die zweijährige Dubai-Route ohne Mindestwert, das Golden Visa ab AED 2 Millionen) verknüpfen den Immobilienerwerb mit einer Aufenthaltsberechtigung. Auf dieser Achse kann eine Immobilie im deutschen Heimatmarkt gar nicht mithalten.

Was visa-gebundene Immobilieninvestments bieten können:

  • EU-weite Reisefreiheit durch das griechische Golden-Visa-Programm
  • Langfristiges Aufenthaltsrecht in den VAE mit Vorteilen für Unternehmertum und Bildung
  • Familienmitglieder können nach den Regeln des jeweiligen Programms einbezogen werden
  • In einzelnen Programmen langfristig ein Weg zum Daueraufenthalt; eine Einbürgerung folgt nirgends aus dem Immobilienkauf, sondern allein aus dem allgemeinen Staatsangehörigkeitsrecht

Diese Kombination aus Investition und Aufenthaltsberechtigung gibt es bei Immobilien im eigenen Heimatmarkt in den meisten Fällen nicht, und genau das macht diese Anlagen auch bei vergleichbarer Rendite zu einem eigenständigen Vergleich wert. Das Aufenthaltsrecht selbst vergeben die Behörden nach Programmregeln; kein Kauf gewährt es automatisch.

Globale Mobilität und Lifestyle-Optionen

Internationale Immobilien eröffnen Lifestyle-Optionen, die Anlagen im Heimatmarkt nicht bieten. Eine Wohnung in Dubai kann als Ferienimmobilie, als geschäftlicher Stützpunkt im Nahen Osten oder als Altersvorsorge in einer Jurisdiktion ohne lokale Einkommensteuer dienen. Villen auf griechischen Inseln verbinden einen EU-Aufenthaltsweg mit mediterraner Lebensqualität.

Diese Flexibilität ist ein realer Teil des Arguments für internationale Immobilien, und sie steht neben den Renditeüberlegungen, nicht an deren Stelle.

Wohngebäude an der Küste von Limassol, Zypern
Wohngebäude an der Küste von Limassol, Zypern

Immobilien als Kapitalanlage für Einsteiger: der internationale Einstiegspunkt

Niedrigere Einstiegshürden in Wachstumsmärkten

Vielleicht kontraintuitiv: Internationale Immobilien sind für Einsteiger oft leichter zugänglich als Objekte im deutschen Markt. Während selbst kleine Wohnungen in München oder Hamburg 600.000 bis 800.000 Euro kosten, beginnen Käufe in Dubai bei gut gelegenen Wohnungen ab rund 300.000 Euro.

Einstiegsoptionen für Einsteiger:

  • Off-Plan-Projekte in den VAE: 10 bis 20 Prozent Anzahlung, Ratenzahlung während der Bauphase
  • Griechische Golden-Visa-Immobilien: ab 250.000 Euro mit EU-Aufenthaltsweg, in den beiden eingeschränkten Kategorien

Professionelle Begleitung reduziert Anfängerfehler

Für Neueinsteiger liegt das größere Risiko nicht im Markt selbst, sondern in den Lücken zwischen den beteiligten Disziplinen. Lion & Land begleitet die Objektauswahl und koordiniert die Fachleute, die ein grenzüberschreitender Kauf braucht, von der lokalen Kaufvertragsabwicklung bis zur Steuerberatung im Heimatland des Käufers. Rechts-, Steuer- oder Einwanderungsberatung leisten wir selbst nicht, ebenso wenig vermitteln wir Finanzierungen oder übernehmen die Objektverwaltung.

Internationale Märkte erfordern lokale Expertise in Rechtssystemen, Steuerfragen, Verwaltung und Marktbesonderheiten. Die Koordination dieser Disziplinen senkt das Umsetzungsrisiko; das Marktrisiko nimmt sie nicht ab.

Wann zahlt sich eine internationale Immobilieninvestition aus?

Marktzyklen erkennen und den richtigen Zeitpunkt wählen

Internationale Immobilien als Kapitalanlage sind besonders dann einen Blick wert, wenn sich lokale Märkte am Anfang oder in der Mitte eines Wachstumszyklus befinden. Aktuelle Beispiele:

Dubai 2025: Der städtische Masterplan sieht ein Bevölkerungswachstum von 3,5 auf 7,8 Millionen bis 2040 vor. Die Nachfrage ist stark gestiegen, während die Fertigstellungspipeline für 2026 in mehreren Bezirken erhöht ist, was für Käufer in beide Richtungen wirkt.

Griechenland: Die Schwellenwerte für das Golden-Visa-Programm wurden angehoben, nicht abgeschafft. Die qualifizierende Investitionssumme liegt bei 800.000 Euro in Attika, Thessaloniki, Mykonos, Santorin und auf Inseln mit mehr als 3.100 Einwohnern, bei 400.000 Euro in anderen Regionen und nur bei 250.000 Euro für die Umwandlung einer Gewerbeimmobilie in Wohnraum oder die Restaurierung eines denkmalgeschützten Gebäudes (Enterprise Greece / Greek Ministry of Migration).

Zypern: Die Preise stiegen 2025 landesweit um rund 5 Prozent, mit deutlichen Unterschieden je Bezirk (Central Bank of Cyprus). Der Weg zur dauerhaften Aufenthaltserlaubnis beginnt bei einer qualifizierenden Immobilieninvestition von 300.000 Euro (Cyprus Ministry of Interior).

Persönliche Voraussetzungen prüfen

Internationale Immobilieninvestitionen eignen sich besonders für:

  • Investoren mit internationalem Einkommen oder internationaler Geschäftstätigkeit
  • Familien mit Mobilitätszielen oder Auswanderungsplänen
  • Unternehmer, die steuerliche Gestaltungsoptionen und Diversifikation suchen
  • Portfolioinvestoren, die über den Heimatmarkt hinaus expandieren möchten

Mindestinvestition und Haltedauer bedenken

Ein Budget zwischen 250.000 und 500.000 Euro deckt typischerweise sowohl einen spürbaren Diversifikationseffekt als auch die wichtigsten Visa-Schwellen ab. Die Mindesthaltedauer sollte 5 bis 10 Jahre betragen, um Marktzyklen auszuhalten und Transaktionskosten zu amortisieren.

Risiken minimieren: Due Diligence bei internationalen Investitionen

Erfolgreiche internationale Immobilieninvestitionen erfordern eine gründliche Due Diligence zu lokalen Rechtssystemen, Eigentumsstrukturen und Steuerrecht. Lion & Land arbeitet ausschließlich in etablierten Rechtssystemen mit klaren Eigentumsrechten für Ausländer.

Mindestkriterien für sichere Märkte:

  • Freehold-Eigentumsrechte für Ausländer
  • Etablierte Regulierungsbehörden (RERA in Dubai, griechische Notariatssysteme)
  • Transparente Transaktionsprozesse mit Escrow-Konten
  • Verfügbare Finanzierung für internationale Investoren

Währungsrisiken und Liquidität

Internationale Investitionen bringen Währungsrisiken mit sich, die durch natürliche Absicherungseffekte oft abgemildert werden. Der VAE-Dirham etwa ist an den US-Dollar gekoppelt, was Stabilität schafft. Bei Euro-Käufen in Griechenland oder Zypern entsteht für einen Investor mit Euro-Basis gar kein Währungsrisiko.

Die Liquidität internationaler Immobilien ist in der Regel niedriger als bei Objekten im Heimatmarkt, oft aber höher als angenommen: Etablierte Märkte wie Dubai verfügen über aktive Zweitmärkte mit professionellen Vermittlungsstrukturen. Es bleibt trotzdem eine Immobilie und kein liquides Asset, und der Verkaufszeitpunkt lässt sich nicht garantieren.

Balkone von Wohngebäuden im Zentrum von Athen
Balkone von Wohngebäuden im Zentrum von Athen

Immobilienverwaltung und Strategie für passives Einkommen

Professionelles Management als Erfolgsfaktor

Die Verwaltung entscheidet darüber, ob ein grenzüberschreitender Kauf tatsächlich passiv bleibt. Während ein Vermieter im Heimatmarkt die Immobilie oft selbst verwaltet, haben sich in den hier behandelten Märkten eigene Vermietungs- und Verwaltungsbranchen entwickelt, die Distanz erst praktikabel machen. Die Qualität schwankt, deshalb gehört die Prüfung des Verwalters in die Due Diligence und nicht erst danach.

Leistungen professioneller Immobilienverwalter:

  • Mieterakquise und Betreuung in der Landessprache
  • Instandhaltung und Reparaturen nach lokalen Standards
  • Finanzberichte als Grundlage für die eigene Steuererklärung
  • Verwaltung von Kurzzeit- und Langzeitvermietungen

Diversifikationsstrategien für Portfolios

Erfahrene Investoren nutzen internationale Immobilien, um bestehende Portfolios geografisch und über verschiedene Währungen hinweg zu diversifizieren. Ein Beispiel dafür, wie die Bausteine zusammenpassen können:

  • 40 Prozent Heimatmarkt für Stabilität
  • 30 Prozent Wachstumsmärkte (Dubai, VAE) für Rendite
  • 30 Prozent EU-Visa-Märkte (Griechenland) für strategische Optionen

Das ist eine Illustration, keine Empfehlung. Die richtige Aufteilung hängt von der Situation, den Verpflichtungen und dem bestehenden Portfolio des Investors ab.

Finanzierungsstrategien für internationale Investitionen

Spezialisierte Finanzierungspartner nutzen

Anders als beim Kauf im Heimatmarkt erfordern internationale Investitionen in der Regel Banken mit Erfahrung in grenzüberschreitender Kreditvergabe. Die veröffentlichten Obergrenzen für Nicht-Ansässige liegen in den VAE typischerweise bei rund 60 Prozent des Kaufpreises. Lion & Land vermittelt keine Finanzierungen; Käufer arbeiten direkt mit Banken oder Vermittlern, die grenzüberschreitende Transaktionen kennen.

Finanzierungsoptionen im Überblick:

  • Banken in den VAE: typischerweise bis zu 70 Prozent LTV für Ansässige, rund 60 Prozent für Nicht-Ansässige
  • Griechische Banken: lokale Finanzierung für Golden-Visa-Immobilien, abhängig von den Kriterien der Bank für Nicht-Ansässige
  • Private Finanzierung: flexible Strukturen für komplexe Fälle

Steuerlich durchdachte Finanzierungsstrukturen

Internationale Immobilienfinanzierung kann Strukturen ermöglichen, die bei Investitionen im Heimatmarkt so nicht umsetzbar sind. Zinsaufwendungen lassen sich häufig mit Mieteinnahmen verrechnen, während Abschreibungen in Jurisdiktionen ohne lokale Einkommensteuer keinen Vorteil bringen. Dies ist ein komplexes Feld, das Steuerberatung im eigenen Land erfordert.

Langfristige Wertentwicklung: die Nachfragetreiber

Demografische und wirtschaftliche Treiber

Internationale Immobilieninvestitionen sind Nachfragetreibern ausgesetzt, die ein reifer Heimatmarkt oft nicht hat:

Dubai/VAE: Positionierung als globaler Wirtschaftsstandort, große Infrastrukturinvestitionen (Vermächtnis der Expo 2020, neue Stadtviertel), eine geplante Verdopplung der Bevölkerung bis 2040.

Griechenland: Rekordwerte im Tourismus, EU-Aufbaufonds, Golden-Visa-Nachfrage aus Schwellenländern.

Zypern: vollwertige EU-Mitgliedschaft seit 2004 und Mitgliedschaft in der Eurozone seit 2008, mit einem Unternehmenssteuersatz von 15 Prozent, der ab 2026 an die globale Mindeststeuer nach Pillar Two angepasst wird (European Commission, KPMG Cyprus Tax Guide).

Technologie und Infrastruktur als Werttreiber

Internationale Märkte investieren oft aggressiver in moderne Infrastruktur als etablierte Heimatmärkte. Dubais Smart-City-Initiativen und griechische Digitalisierungsprogramme können die Nachfrage über die normale Marktentwicklung hinaus stützen, wobei geplante Investitionen nicht dasselbe sind wie realisierter Wert.

Für eine länderspezifische Fallstudie siehe die Analyse UK Buy-to-Let vs. Dubai-Immobilien.

Fazit: internationale Diversifikation, Markt für Markt geprüft

Internationale Immobilien verdienen ihren Platz im Portfolio, wenn sie Rendite, Diversifikation, steuerliche Behandlung und strategische Optionen verbinden, die ein einzelner Heimatmarkt nicht gleichzeitig bieten kann. Wo Heimatmärkte bereits voll bewertet und renditearm sind, lohnt sich der Blick auf Dubai, Griechenland und Zypern als Alternativen, jede für sich betrachtet und nicht als eine einheitliche Anlageklasse.

Das Umsetzungsrisiko liegt in der Koordination: lokale Marktkenntnis, rechtlich saubere Prozesse und langfristige Verwaltung. Lion & Land koordiniert diese Arbeit; die Rechts-, Steuer- und Einwanderungsberatung selbst kommt von zugelassenen Fachleuten im jeweiligen Land.

Keines dieser Programme bleibt garantiert zu den heutigen Bedingungen offen; Griechenland hat seine Schwellenwerte angehoben statt den Weg zu schließen, und auch andere Bedingungen ändern sich. Das spricht für informiertes Timing, nicht für Eile.

Wenn Sie diese Märkte an Ihren eigenen Zahlen und Ihrer eigenen Situation prüfen möchten, können Sie eine Beratung bei Lion & Land vereinbaren.

Häufig gestellte Fragen zu internationalen Immobilien als Kapitalanlage

Können Nicht-Ansässige einen internationalen Immobilienkauf finanzieren?

Ja, in Grenzen. Banken in den VAE veröffentlichen Obergrenzen von typischerweise bis zu 70 Prozent des Kaufpreises für Ansässige und rund 60 Prozent für Nicht-Ansässige, und griechische Banken finanzieren Golden-Visa-Immobilien nach ihren eigenen Kriterien für Nicht-Ansässige. Viele internationale Käufer zahlen bar. Lion & Land vermittelt keine Finanzierungen; die Konditionen legt die finanzierende Bank fest.

Werden Erträge aus internationalen Immobilien in Deutschland besteuert?

In der Regel ja. Deutschland besteuert das Welteinkommen, und seit dem Auslaufen des Doppelbesteuerungsabkommens mit den VAE Ende 2021 sind Mieteinnahmen und Veräußerungsgewinne aus Dubai für in Deutschland Ansässige regulär in Deutschland zu versteuern. Mieteinnahmen aus der EU werden typischerweise am Standort der Immobilie versteuert und, sofern ein Abkommen dies vorsieht, in Deutschland angerechnet oder freigestellt. Steuerberatung im eigenen Land gehört vor den Kauf, nicht dahinter.

Kann meine Familie in ein Aufenthaltsprogramm einbezogen werden?

Häufig ja, aber nur nach den Regeln des jeweiligen Programms. Das griechische Golden Visa und die VAE-Routen erlauben die Einbeziehung qualifizierender Familienmitglieder, mit Bedingungen zu Verwandtschaftsgrad, Alter und Nachweisen, die sich ändern können. Die Einbeziehung ist nie automatisch; wer qualifiziert, bestimmen die aktuellen Programmregeln und die entscheidende Behörde.

Sind Mieteinnahmen aus internationalen Immobilien garantiert?

Nein. Veröffentlichte Renditespannen sind Marktdurchschnitte, brutto vor Kosten und Steuern, und die tatsächlichen Einnahmen hängen von Lage, Objekttyp, Auslastung und Verwaltung ab. Professionelle Verwaltung kostet typischerweise rund 5 bis 8 Prozent der Mieteinnahmen. Angebote, die mit einer garantierten Rendite werben, verdienen mehr Prüfung, nicht weniger.

Gewährt ein Immobilienkauf automatisch ein Aufenthaltsrecht?

Nein. Das Aufenthaltsrecht ist programmabhängig und wird von den Behörden vergeben: Griechenland und Zypern knüpfen Aufenthaltswege an qualifizierende Investitionsschwellen, und die VAE bieten eine zweijährige Dubai-Route ohne Mindestwert sowie das Golden Visa ab AED 2 Millionen. In jedem Fall schafft der Kauf höchstens eine Berechtigung, die Bedingungen ändern sich, und vor einer Entscheidung ist länderspezifische Rechtsberatung erforderlich.

Rechnen Sie Ihre eigenen Zahlen im Anlagerechner durch, der die Nettorenditen aller vier Märkte vergleicht. Für eine breitere Perspektive auf grenzüberschreitende Investitionswege lesen Sie unsere Analyse zum Vergleich Trump Gold Card vs EB-5.

Quellen und Datennachweise

  • Griechisches Ministerium für Migration und Asyl: die hier zitierten griechischen Schwellenwerte für Aufenthalt durch Investition
  • Zypriotisches Innenministerium: der Mindestbetrag von EUR 300.000 für die Route zur Daueraufenthaltsgenehmigung
  • Zentralbank von Zypern: die für Zypern genannte Preisentwicklung bei Wohnimmobilien 2025
  • PwC Cyprus Market Report 2025: die genannte Bandbreite der Bruttomietrendite in Limassol
  • Europäische Kommission und KPMG Cyprus Tax Guide: der zypriotische Körperschaftsteuersatz von 15 Prozent im Einklang mit der globalen Mindestbesteuerung nach Pillar Two ab 2026

Regeln und Schwellenwerte ändern sich. Jede Angabe muss vor einer Entscheidung gegen die aktuellen Programmregeln geprüft werden.

Veröffentlicht: 19. Februar 2026 · Zuletzt geprüft: 5. August 2026